Provinzdepot
Als Provinzdepot werden alle Depots bezeichnet, die ein Reich innerhalb einer Provinz besitzt. Alle
Waren, die innerhalb einer Provinz produziert werden, sowie die Hälfte ihrer Steuereinnahmen
gelangen ins Provinzdepot, angefangen beim Depot mit der niedrigsten Registriernummer, solange
bis dessen Kapazitäten erschöpft sind. Alle darüber hinaus produzierten Waren gelangen in das
Depot mit der nächst höheren Registriernummer. Alle Waren, die zur Produktion benötigt werden,
werden dem Provinzdepot entnommen. Dabei werden die Depots (das Provinzdepot), beginnend bei
der niedrigsten Registriernummer innerhalb der betreffenden Provinz, auf ihre Bestände hin
überprüft. Die benötigte Menge wird entnommen, bis der Bedarf gedeckt ist oder von der jeweiligen
Ware in allen Depots der Provinz nichts mehr vorhanden ist.
Ein Beispiel: Eine ägyptische Weberei steht in der Provinz Oriens. Sie soll Wolle zu Textilien
verarbeiten. Sie benötigt 20t Wolle. Nun wird versucht, die zur Produktion benötigte Wolle aus dem
ägyptischen Depot mit der niedrigsten Registriernummer, das in Oriens steht, herauszunehmen. Ist
Wolle in ausreichender Menge vorhanden, so ist der Vorgang beendet. Anderenfalls wird das Depot
aus Oriens überprüft, das die nächsthöhere Registriernummer besitzt. Ist in allen Depots nicht
ausreichend Wolle vorhanden, d. h. lagert also in allen Depots von Oriens zusammen weniger als 20
t Wolle, so wird die vorhandene Kapazität der Weberei nicht voll ausgeschöpft. Es wird dann nur
die in allen Depots vorhandene Menge an Wolle zu Textilien verwoben. Die produzierte Menge an
Textilien (in Tonnen) wird nun dem ägyptischen Depot, das in Oriens die niedrigste
Registriernummer besitzt, gutgeschrieben. Wird die Lagerkapazität dieses Depots überschritten, so
wird mit dem nächsthöheren Depot fortgefahren.
Fazit: Die Gesamtheit der Depots, die ein Reich innerhalb einer Provinz besitzt, wird als
Provinzdepot bezeichnet! Produziert wird zuerst immer in das Depot mit der niedrigsten
Registriernummer.